Das Poblenou ist mein Viertel. Ich lebe seit 16 Jahren in Barcelona und hier findet mein Alltag statt. Ich arbeite im Tourismus und sehe immer wieder, dass die meisten Besucher genau dieses Viertel verpassen: ein Stück Barcelona am Meer, das sich noch wie eine normale Stadt verhält.
Was das Poblenou heute ist
Das Poblenou gehört zum Bezirk Sant Martí. Über ein Jahrhundert lang war es das Industrieviertel der Stadt, man nannte es das katalanische Manchester. Seit den 2000er Jahren verwandelt der 22@ Plan die alten Fabrikblöcke in Büros, Universitäten und Studios. Alte Backsteinschornsteine stehen neben Glasgebäuden, dazwischen liegen ruhige Wohnstraßen.
Die Rambla del Poblenou
Die Rambla del Poblenou läuft von der Diagonal bis zum Meer und ist die Lebensader des Viertels. Hier trinken die Nachbarn ihren Vermut und die Terrassen füllen sich an jedem warmen Abend. Mit der Rambla im Zentrum hat sie wenig zu tun, und das ist ein Kompliment.
Die Strände Bogatell und Mar Bella
Die Strände des Viertels sind Bogatell und Mar Bella. Ich empfehle sie statt der Barceloneta, weil sie deutlich ruhiger sind. Von fast überall im Viertel erreichen Sie den Sand in zehn bis zwanzig Minuten zu Fuß.
Torre Glòries am Rand des Viertels
An der Plaça de les Glòries steht der Torre Glòries von Jean Nouvel, mit einer Aussichtsplattform oben. Er markiert die Grenze zwischen dem Poblenou und dem Rest der Stadt.
Anreise mit der Metro L4
Die gelbe Linie L4 durchquert das Viertel mit den Stationen Bogatell, Llacuna, Poblenou und Selva de Mar. Von der Altstadt sind Sie in etwa fünfzehn Minuten hier, ohne umzusteigen.
Warum hier übernachten
Das Poblenou ist nachts ruhiger als die Altstadt, der Strand ist zu Fuß erreichbar und die Hotelpreise sind meist sanfter als im Zentrum. Prüfen Sie die Preise für Ihre Daten, sie schwanken stark. Dafür nehmen Sie rund fünfzehn Minuten Metro ins Gotische Viertel in Kauf. Ich wohne hier aus Überzeugung.
Ich werde den Viertel Guide nach und nach erweitern, angefangen habe ich mit meinem eigenen Viertel.
